TCM im Winter: Kraft sammeln statt nachfüllen

Yin-Yang Koi Fische in Pinselmalerei – Symbol für Yin&Yang, Balance, Energiefluss und Traditionelle Chinesische Medizin.
von SinoSan Team

13. Oktober 2026

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) rät im Winter nicht zu mehr, sondern zu weniger: mehr Ruhe, mehr Wärme, einfacheres Essen. Am besten stellen Sie schon im November um, nicht erst an Weihnachten.

5 TCM-Tipps für den Winter

Warm frühstücken
Haferbrei mit Baumnüssen statt Birchermüesli oder Smoothie. Kaltes und Rohes kühlt aus TCM-Sicht zusätzlich aus.

Suppen und Eintöpfe kochen

Mit Lauch, Kürbis, Rüebli, Linsen, Rind oder Lamm, gewürzt mit Ingwer und Zimt. Marroni gelten in der TCM als «Frucht der Niere», am besten in Massen.

Eine halbe Stunde früher ins Bett

Der Winter ist in der TCM die Zeit zum Auftanken, nicht zum Durchziehen.

Unteren Rücken und Füsse warm halten

Lange Unterhemden, warme Socken, Finken. Bei kalten Füssen hilft ein Fussbad: 15 bis 20 Minuten bei etwa 40 °C. Bei Diabetes vorher ärztlich abklären.
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‍Fünf Minuten Selbstmassage vor dem Schlafen
Mit dem Fingerknöchel die Vertiefung im vorderen Drittel der Fusssohle kreisend drücken, je Fuss zwei Minuten. Danach die Ohren warm reiben und mit warmen Händen den unteren Rücken massieren.

Rezept: Winterbrei mit Baumnüssen und schwarzem Sesam

• 40 g Haferflocken
• 250 ml Wasser oder Milch
• 1 Handvoll Baumnüsse, grob gehackt
• 1 TL schwarzer Sesam
• 1 Prise Zimt

Haferflocken in der Flüssigkeit aufkochen und unter Rühren etwa 5 Minuten köcheln. Mit Baumnüssen, Sesam und Zimt bestreuen. Schwarzer Sesam gilt in der TCM als stärkend für die Niere, Zimt wärmt.

Fürs Wochenende:
die klassische Version, die eine Pekinger TCM-Ärztin 2025 empfahl. Schwarze Bohnen über Nacht einweichen, dann mit Reis und Baumnüssen rund eine Stunde zu einem weichen Brei kochen.

Vorsicht bei Stärkungsmitteln

Kräuterpasten und «Nieren»-Präparate passen nicht zu jedem. Lassen Sie sie von einer Fachperson auswählen und jedes Jahr neu beurteilen. Nach Fondue und Festessen brauchen die meisten ohnehin eher leichte Suppentage als zusätzliche Stärkung.
• Nicht bei Infekt, Husten oder Fieber.
• Kinder, ältere Menschen und wer Medikamente nimmt: nur nach Beratung.
• Trockener Mund, Pickel oder Verstopfung nach Beginn? Absetzen und nachfragen.
• Kräuter nur aus geprüfter Quelle beziehen, etwa aus der Apotheke.

Was TCM nicht ersetzt
Diese Tipps sind überlieferte Praxis, keine erwiesene Vorbeugung gegen Grippe. Für Risikogruppen empfiehlt das BAG die Grippeimpfung ab Mitte Oktober. Bei Atemnot, Brustschmerzen oder hohem Fieber zuerst zur Hausärztin oder in den Notfall.

Winterberatung bei Sinosan

Ob und womit Sie sich diesen Winter stärken sollten, hängt von Ihrer Konstitution ab. In einer Winter-Konstitutionsberatung klären wir das gemeinsam.

Akupunktur

Akupunktur reguliert den Qi-Fluss, harmonisiert Yin/Yang und kann Symptome wie Niesen, Juckreiz, verstopfte Nase spürbar lindern. Viele Patient:innen berichten auch von besserem Schlaf und mehr Energie während der Pollenzeit.

Ernährung

Leicht verdauliche, frische Kost unterstützt den Qi-Fluss. Reduzieren Sie Scharfes, sehr Fettiges, Alkohol und stark Verarbeitetes. Gemüse, Obst und ausreichend Flüssigkeit fördern das innere Gleichgewicht.

Chinesische Kräutertherapie

Individuelle TCM-Kräuterrezepturen können „Hitze klären“, „Feuchtigkeit transformieren“ und das Abwehr-Qi (Wei-Qi) stabilisieren. Die Auswahl erfolgt stets personalisert nach Diagnose.

Bereit für den ersten Schritt? Wir sind für Sie da.

Dieser erste Schritt ist eine persönliche Erstberatung, in der wir uns ganz Ihnen widmen. Es ist ein unverbindliches Gespräch, das Ihnen Klarheit über die Möglichkeiten der TCM für Ihre Gesundheit verschafft. Buchen Sie jetzt einfach Ihren Termin in Zürich oder Horgen.